(40) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Ergebnis vor Steuern und Steueraufteilung

in Mio. Euro

2009

2010

Ergebnis vor Steuern

885

1.552

Laufende Steuern

239

424

Latente Steuern

18

–15

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

257

409

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Wesentliche Komponenten des Steueraufwands und -ertrags

in Mio. Euro

2009

2010

Laufender Steueraufwand/-ertrag Berichtsjahr

259

432

Laufende Steueranpassungen für Vorjahre

–20

–8

Latenter Steueraufwand/-ertrag aus temporären Differenzen

47

–25

Latenter Steueraufwand/-ertrag aus Verlustvorträgen

–7

38

Latenter Steueraufwand/-ertrag aus Steueranrechnungsguthaben

–12

3

Latenter Steueraufwand/-ertrag aus geänderten Steuersätzen

3

6

Erhöhung/Verminderung der Wertberichtigung auf latente Steueransprüche

–13

–37

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Latente Steuern werden gemäß IAS 12 auf temporäre Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen, auf Verlustvorträge, Steueranrechnungsguthaben sowie auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge angesetzt.

Die Latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die in den einzelnen Ländern zum Zeitpunkt der Realisation gelten bzw. erwartet werden. In Deutschland gilt ein einheitlicher Körperschaftsteuersatz von 15 Prozent zuzüglich des Solidaritätszuschlags von 5,5 Prozent. Unter Berücksichtigung der Gewerbesteuer ergibt sich ein Gesamtsteuersatz von 31 Prozent.

Aktive Latente Steuern werden angesetzt, sofern es wahrscheinlich ist, dass zukünftig ausreichend steuerpflichtige Gewinne zur Realisierung des entsprechenden Nutzens erzielt werden können.

Aktive und passive Latente Steuern werden saldiert, wenn sie gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen und denselben Steuergläubiger betreffen.

Der Bestand an aktiven und passiven Latenten Steuern entfällt zum 31. Dezember 2010 auf folgende Bilanzpositionen, Verlustvorträge und Steueranrechnungsguthaben:

Zuordnung der Latenten Steuern

in Mio. Euro

Aktive Latente Steuern

Passive Latente Steuern

31.12.2009

31.12.2010

31.12.2009

31.12.2010

Immaterielle Vermögenswerte

144

122

643

669

Sachanlagen

24

23

84

86

Finanzanlagen

29

1

6

7

Vorräte

36

41

4

5

Andere Forderungen und Sonstige Vermögenswerte

56

63

94

144

Steuerliche Sonderposten

53

49

Rückstellungen

446

409

6

6

Verbindlichkeiten

104

188

14

11

Steueranrechnungsguthaben

14

11

Verlustvorträge

137

106

 

990

964

904

977

Saldierungen

–537

–560

–537

–560

Wertberichtigungen

–131

–46

Bilanzposten

322

358

367

417

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Die aktiven Latenten Steuern für die Bilanzposition Rückstellungen in Höhe von 409 Mio. Euro (Vorjahr: 446 Mio. Euro) resultieren hauptsächlich aus Ansatz- und Bewertungsunterschieden bei Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen.

Die auf Immaterielle Vermögenswerte entfallenden passiven Latenten Steuern in Höhe von 669 Mio. Euro (Vorjahr: 643 Mio. Euro) sind im Wesentlichen auf Unternehmenszusammenschlüsse, wie zum Beispiel auf den Erwerb der National Starch-Geschäfte im Jahr 2008, zurückzuführen.

Für steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 144 Mio. Euro (Vorjahr: 347 Mio. Euro) wurden keine Latenten Steuern angesetzt, da deren Nutzung durch positive steuerliche Ergebnisse nicht wahrscheinlich ist.

In der nachfolgenden Übersicht werden die Verfallsdaten steuerlicher Verlustvorträge und von Steueranrechnungsguthaben zusammengefasst. Diese Übersicht enthält Verlustvorträge aus Veräußerungsverlusten in Höhe von 13 Mio. Euro (Vorjahr: 11 Mio. Euro), die unbegrenzt vortragsfähig sind. Veräußerungsverluste unterliegen in manchen Ländern anderen Steuersätzen als operative Gewinne und können gegebenenfalls nur gegen Veräußerungsgewinne verrechnet werden.

Verfallsdaten steuerlicher Verlustvorträge und von Steueranrechnungsguthaben (Tax Credits)
 

Steuerliche Verlustvorträge

Tax Credits

31.12.2009

31.12.2010

31.12.2009

31.12.2010

Verfallsdatum innerhalb von

       

1 Jahr

36

10

2 Jahren

63

23

3 Jahren

39

19

nach 3 Jahren

310

364

14

11

Unbegrenzt vortragsfähig

169

167

Gesamt

617

583

14

11

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Von den Verlustvorträgen, die später als innerhalb von drei Jahren verfallen, entfallen 220 Mio. Euro auf Verlustvorträge US-amerikanischer Tochtergesellschaften für „State Taxes“ (Steuersatz circa 5 Prozent).

Eigenkapitalmindernd wurden Latente Steuern in Höhe von 33 Mio. Euro (Vorjahr: eigenkapitalerhöhend 78 Mio. Euro) erfasst. Diese Latenten Steuern resultieren mit 21 Mio. Euro aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten bei Pensionsverpflichtungen und mit 12 Mio. Euro aus Gewinnen und Verlusten aus Cashflow Hedges.

In der folgenden Überleitungsrechnung werden die einzelnen gesellschaftsbezogenen und mit dem jeweiligen länderspezifischen Steuersatz erstellten Reports unter Berücksichtigung von Konsolidierungsmaßnahmen zusammengefasst. Dabei wird der erwartete Steueraufwand, berechnet mit dem Steuersatz der Henkel AG Co. KGaA (31 Prozent), auf den ausgewiesenen Steueraufwand übergeleitet.

Steuerüberleitungsrechnung

in Mio. Euro

2009

2010

Ergebnis vor Ertragsteuern

885

1.552

Ertragsteuersatz (einschließlich Gewerbesteuer)
der Henkel AG & Co. KGaA

31 %

31 %

Erwarteter Steueraufwand

274

481

Steuerminderungen aufgrund von abweichenden ausländischen Steuersätzen

–70

–64

Steuermehrungen/-minderungen für Vorjahre

7

9

Steuermehrungen/-minderungen aufgrund von Steuersatzänderungen

3

6

Steuermehrungen/-minderungen aufgrund der Bewertung von aktiven Latenten Steuern auf Verlustvorträge und temporäre Differenzen

–9

–37

Steuerminderungen aufgrund steuerfreier Erträge und sonstiger Posten

–22

–46

Steuermehrungen aufgrund steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen

74

60

Davon

   

Steuerlich nicht abzugsfähige Abschreibungen auf Immaterielle Vermögenswerte

14

2

Steuereffekte aus Hinzurechnungen und Kürzungen für lokale Steuern

13

15

Nicht abziehbare und nicht anrechenbare Quellensteuer

14

12

Sonstige steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen

33

31

Ausgewiesener Steueraufwand

257

409

Steuerbelastung

29,0 %

26,4 %

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Der Rückgang des effektiven Steuersatzes im Jahr 2010 auf 26,4 Prozent (Vorjahr: 29,0 Prozent) ist im Wesentlichen auf die Auflösung von Wertberichtigungen aktiver Latenter Steuern auf Verlustvorträge und temporäre Differenzen zurückzuführen. Aufgrund konzerninterner Optimierungen und positiver Geschäftsentwicklungen wird davon ausgegangen, dass das zukünftige steuerliche Einkommen ausreicht, um die aktiven Latenten Steuern realisieren zu können. Zudem war im Jahr 2009 die effektive Steuerquote durch steuerlich nicht abzugsfähige Abschreibungen auf Immaterielle Vermögenswerte beeinflusst.

Passive Latente Steuern auf einbehaltene Gewinne bei ausländischen Tochtergesellschaften wurden nicht berechnet, da diese Gewinne den Tochtergesellschaften zur Verfügung stehen.