(42) Personalaufwand

Personalaufwand1)

in Mio. Euro

2009

2010

Löhne und Gehälter

1.888

2.012

Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung

333

331

Aufwendungen für Altersversorgung

161

144

Gesamt

2.382

2.487


1)
Ohne personalbezogene Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 128 Mio. Euro (Vorjahr: 86 Mio. Euro).

Excel-Tabelle herunterladen
Excel-Tabelle im Downloadcenter merken

Aktienbasierte Vergütungsprogramme

Ziel des im Jahr 2000 bei Henkel eingeführten Aktien-Optionsprogramms ist es, weltweit rund 700 Führungskräfte zusätzlich zu motivieren. Den Teilnehmern werden Optionsrechte zum Bezug von Henkel-Vorzugsaktien gewährt, die erstmals nach Ablauf einer Wartefrist von drei Jahren ausgeübt werden können; die Ausübung muss innerhalb eines Zeitraums von fünf Jahren nach Ablauf der Wartefrist erfolgen. Das Programm wurde jährlich revolvierend aufgelegt, wobei Vorstand und Gesellschafterausschuss die jeweilige Ausstattung jährlich neu bestimmten. Im Jahr 2004 sind letztmals Optionen ausgegeben worden, und zwar an die Mitglieder des Vorstands.

Jedes gewährte Optionsrecht beinhaltete ursprünglich das Recht, bis zu acht Henkel-Vorzugsaktien zu erwerben. Nach dem Aktiensplit von 1:3 am 18. Juni 2007 wurde die Anzahl der Vorzugsaktien je Optionsrecht entsprechend verdreifacht. Die genaue Anzahl der Aktien, die pro Optionsrecht zu einem definierten Kaufpreis erworben werden können, hängt davon ab, inwieweit die Erfolgsziele erreicht wurden. Bei den Erfolgszielen handelt es sich zum einen um die absolute Performance, ausgedrückt durch die Kursentwicklung der Henkel-Vorzugsaktie. Zum anderen wird die relative Performance, das heißt der Vergleich der Wertentwicklung der Henkel-Vorzugsaktie mit der des Dow Jones Euro Stoxx (600) Index, berücksichtigt. Für beide Erfolgsziele wird der Durchschnittskurs der Henkel-Vorzugsaktie zum Ausgabetermin mit dem Kurs drei Jahre nach Ausgabe verglichen. Der Durchschnittskursberechnung liegen jeweils 20 Börsenhandelstage nach den Hauptversammlungen zugrunde. Bei der Ermittlung der relativen Performance werden neben der Kursentwicklung auch die Dividendenzahlungen und sonstige Rechte und Vorteile berücksichtigt („Total Shareholder Return“). Die Erwerbsrechte einer Option sind in zwei Kategorien aufgeteilt: Unter Berücksichtigung des Aktiensplits können bis zu 15 Erwerbsrechte nach der absoluten Performance und bis zu neun Erwerbsrechte nach der relativen Performance ausgeübt werden.

Die Gewährung von Optionsrechten an die Mitglieder des Vorstands sowie an die Corporate Senior Vice Presidents und an vergleichbar eingestufte Manager in- und ausländischer Verbundener Unternehmen setzt ein Eigeninvestment in Höhe von je drei Vorzugsaktien pro Optionsrecht voraus.

Der Gesamtwert der den Führungskräften gewährten Aktienoptionen zum Ausgabetag wird mithilfe eines Optionspreis-Bewertungsmodells bestimmt. Der errechnete Gesamtwert der Aktienoptionen wird als Personalaufwand über den Zeitraum der Leistungserbringung durch den Begünstigten verteilt. Die ergebniswirksame Erfassung des Optionswerts ist verpflichtend für die Geschäftsjahre seit 2005 und betrifft die Optionsrechte, die in den Jahren 2003 (Tranche 4) und 2004 (Tranche 5) ausgegeben wurden.

Die Übersicht zeigt den Bestand ausgegebener Optionsrechte und die Aktienzahl pro Tranche unter Berücksichtigung des am 18. Juni 2007 erfolgten Aktiensplits von 1:3. Für alle Tranchen ist die Wartefrist bereits abgelaufen. Da die Ausübungsfrist für die dritte Tranche am 16. Mai 2010 ablief, sind nicht ausgeübte Optionsrechte verfallen.

Der Vorstand hat für die vierte Tranche im Jahr 2004 und für die fünfte Tranche im Jahr 2007 entschieden, von seinem Recht Gebrauch zu machen, den an dem Programm teilnehmenden Mitarbeitern den Vorteil bei Ausübung der Optionen in bar auszuzahlen. Die fünfte Tranche wird behandelt, als ob sie in Aktien vergütet würde.

Optionsrechte/beziehbare Vorzugsaktien

in Stück

3. Tranche

4. Tranche

5. Tranche

Summe

Bestand am 1.1.2010

21.746

43.228

7.200

72.174

Entspricht in Vorzugsaktien

195.715

648.420

151.200

995.335

Gewährte Optionen

105

105

Entspricht in Vorzugsaktien

1.575

1.575

Ausgeübte Optionen1)

18.881

20.507

39.388

Entspricht in Vorzugsaktien

169.930

307.600

477.530

Verwirkte Optionen

1.770

1.770

Entspricht in Vorzugsaktien

26.550

26.550

Verfallene Optionen

2.865

2.865

Entspricht in Vorzugsaktien

25.785

25.785

Bestand am 31.12.2010

21.056

7.200

28.256

Entspricht in Vorzugsaktien

315.845

151.200

467.045

Davon: Vorstand

2.900

7.200

10.100

Entspricht in Vorzugsaktien

43.500

151.200

194.700

Davon: sonstige Führungskräfte

18.156

18.156

Entspricht in Vorzugsaktien

272.345

272.345


1)
Durchschnittlicher Aktienkurs bei Ausübung: 40,28 Euro.

Excel-Tabelle herunterladen
Excel-Tabelle im Downloadcenter merken

Für die vierte Tranche besteht zum 31. Dezember 2010 eine Rückstellung in Höhe von 8,3 Mio. Euro (Vorjahr: 11,6 Mio. Euro). Der Auflösungsbetrag von 3,3 Mio. Euro hat das Periodenergebnis erhöht. Der innere Wert der ausübbaren Optionen der vierten Tranche am Ende der Berichtsperiode beträgt 8,5 Mio. Euro (Vorjahr: 11,5 Mio. Euro).

Die Aufwandsermittlung basiert auf dem Black-Scholes-Optionspreismodell, das entsprechend den Besonderheiten des Aktien-Optionsplans modifiziert worden ist. Bei der Aufwandsermittlung wurden folgende Bewertungsparameter zugrunde gelegt:

Black-Scholes-Optionspreismodell


Bei Ausgabe
3. Tranche

Zum
31.12.2010
4. Tranche


Bei Ausgabe
5. Tranche

Ausübungskurs (vor Aktiensplit)

in Euro

74,67

57,66

71,28

Ausübungskurs (nach Aktiensplit)

in Euro

24,89

19,22

23,76

Erwartete Volatilität der Vorzugsaktie

in %

32,4

22,4

26,6

Erwartete Volatilität des Index

in %

22,4

18,6

Erwartete Kündigungsrate

in %

3

Risikofreier Zins

in %

4,78

0,52

3,96

Excel-Tabelle herunterladen
Excel-Tabelle im Downloadcenter merken

Die erwarteten Volatilitäten basieren auf der historischen Volatilität der Henkel-Vorzugsaktie und des Dow Jones Euro Stoxx (600) Index. Der Zeitraum, auf dem die Schätzung der Volatilität der Henkel-Aktie beruht, reicht vom Bewertungsstichtag zurück über die Zeitspanne, die der verbleibenden erwarteten Restlaufzeit der zu bewertenden Tranche entspricht.

Am 16. Mai 2005 endete der Zeitraum für die dritte Tranche, am 11. Mai 2006 der Zeitraum für die vierte Tranche und am 15. Mai 2007 der Zeitraum für die fünfte Tranche. Danach konnten bei der dritten Tranche die Begünstigten innerhalb eines Zeitraums von fünf Jahren pro Optionsrecht neun Henkel-Vorzugsaktien erwerben. Bei der vierten Tranche können die Begünstigten 15 Aktien je Option und bei der fünften Tranche 21 Aktien je Option erwerben. Die Zuteilung der vierten Tranche resultierte ausschließlich aus der absoluten Performance. Die absoluten Performanceziele der dritten Tranche sowie die relative Performance der vierten Tranche wurden nicht erreicht. Bei der fünften Tranche resultieren 15 Aktien aus der absoluten Performance und sechs Aktien aus der relativen Performance. Die Optionsrechte für die dritte Tranche sind am 16. Mai 2010 fristgemäß verfallen. Die noch ausstehenden Optionsrechte für die Tranchen vier und fünf können grundsätzlich jederzeit ausgeübt werden mit Ausnahme von Blocked Periods, die für einen Zeitraum von jeweils vier Wochen vor den öffentlichen Berichtsterminen der Gesellschaft gelten.

Global Cash Performance Units (CPU-Plan)

Mit dem Ende des Aktien-Optionsprogramms nehmen die begünstigten Führungskräfte des Henkel-Konzerns (bis auf die Mitglieder des Vorstands) seit dem Jahr 2004 am Global-CPU-Plan teil, einem Programm zur Beteiligung an der Kurssteigerung der Henkel-Vorzugsaktie. In Abhängigkeit vom Erreichen bestimmter Zielvorgaben werden Cash Performance Units (CPUs) gewährt. Sie räumen den Begünstigten das Recht ein, zu einem festgelegten Zeitpunkt einen Barausgleich zu erhalten. Die CPUs werden unter der Bedingung gewährt, dass der Begünstigte drei Jahre bei der Henkel AG & Co. KGaA oder einer ihrer Tochtergesellschaften in einer zur Teilnahme an dem Programm berechtigenden Hierarchiestufe ungekündigt beschäftigt ist. Diese Mindestbeschäftigungsdauer bezieht sich auf das Kalenderjahr der Gewährung der CPUs und die darauf folgenden zwei Kalenderjahre.

Bemessungskriterium für die Anzahl der gewährten CPUs ist neben der Hierarchiestufe die Erreichung von im Voraus festgelegten Zielgrößen. Für die bisherigen Zyklen sind dies das betriebliche Ergebnis (EBIT) und der Jahresüberschuss nach Fremdanteilen. Der Wert einer CPU entspricht dem Durchschnittskurs der Henkel-Vorzugsaktie jeweils 20 Börsenhandelstage nach der dem Performance-Zeitraum folgenden Hauptversammlung. Im Fall von außergewöhnlichen Kurssteigerungen besteht eine Obergrenze (Cap). Nach dem Aktiensplit von 1:3 am 18. Juni 2007 wurde die Anzahl der CPUs entsprechend verdreifacht.

Der Gesamtwert der den Führungskräften gewährten CPUs wird an jedem Bilanztag neu ermittelt und als Personalaufwand über den Zeitraum der Leistungserbringung durch den Begünstigten verteilt. Die vierte, im Jahr 2007 ausgegebene Tranche kam im Juli 2010 zur Auszahlung. Weltweit waren zum 31. Dezember 2010 318.220 CPUs aus der fünften, im Jahr 2008 ausgegebenen Tranche (Aufwand: 4,9 Mio. Euro), 349.769 CPUs aus der sechsten, im Jahr 2009 ausgegebenen Tranche (Aufwand: 5,4 Mio. Euro) und 462.814 CPUs aus der siebten, im Berichtsjahr ausgegebenen Tranche (Aufwand: 7,1 Mio. Euro) zu berücksichtigen. Die entsprechende Rückstellung beläuft sich auf 32,5 Mio. Euro (Vorjahr: 27,1 Mio. Euro).

Cash-Performance-Units-Programm

Mit Wirkung ab dem Geschäftsjahr 2010 einschließlich wurde das Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands geändert. Ab 2010 erhalten die Vorstandsmitglieder als Long Term Incentive (LTI) eine variable, auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogene Barvergütung, die von der zukünftigen Steigerung des EPS in einem Zeitraum von drei Jahren (Performance-Zeitraum) abhängt (Details finden Sie im Vergütungsbericht).

In den Geschäftsjahren 2005 bis 2009 erhielten die Mitglieder des Vorstands einen LTI in Form einer aktienkursbasierten Vergütung. Hiernach erhielten die Mitglieder des Vorstands für ein Geschäftsjahr (= Tranche) in Abhängigkeit von der in einem Zeitraum von drei Jahren (Performance-Zeitraum) erzielten absoluten Kurssteigerung und der Steigerung des Ergebnisses je Henkel-Vorzugsaktie (EPS) den Geldwert von insgesamt bis zu 10.800 Henkel-Vorzugsaktien – sogenannte Cash Performance Units. Nach Ablauf des Performance-Zeitraums werden die konkrete Anzahl und der Wert der Cash Performance Units ermittelt und der daraus resultierende Tranchenertrag in bar ausgezahlt. Als Eigeninvestment muss jedes an einer Tranche teilnehmende Mitglied des Vorstands Henkel-Vorzugsaktien im Wert von 25 Prozent des (Brutto-)Tranchenertrags erwerben und diese in ein Sperrdepot mit fünfjähriger Verfügungsbeschränkung einlegen.

Bei einer absoluten Kurssteigerung im Performance-Zeitraum von mindestens 15 Prozent beziehungsweise 21 Prozent oder 30 Prozent werden jedem Teilnehmer 1.800 beziehungsweise 3.600 oder 5.400 Cash Performance Units zugeteilt. Zur Berechnung der Kurssteigerung wird der Durchschnittskurs im Januar des Jahres der Ausgabe einer Tranche mit dem Durchschnittskurs im Januar des dritten auf das Ausgabejahr folgenden Geschäftsjahres (Referenzkurs) verglichen. Wird im Performance-Zeitraum das Ergebnis je Vorzugsaktie um mindestens 15 Prozent beziehungsweise 21 Prozent oder 30 Prozent gesteigert, werden jedem Teilnehmer weitere 1.800 beziehungsweise 3.600 oder 5.400 Cash Performance Units zugeteilt. Zur Berechnung der Steigerung des Ergebnisses je Vorzugsaktie wird das Ergebnis je Vorzugsaktie des vor dem Ausgabejahr liegenden Geschäftsjahres mit dem des zweiten auf das Ausgabejahr folgenden Geschäftsjahres verglichen. Für die Berechnung der Steigerung sind jeweils die in den uneingeschränkt testierten und gebilligten Konzernabschlüssen der betreffenden Geschäftsjahre ausgewiesenen – um Sondereinflüsse bereinigten – Ergebnisse je Vorzugsaktie maßgebend.

Der Geldwert einer Cash Performance Unit entspricht grundsätzlich dem Referenzkurs der Henkel-Vorzugsaktie. Im Fall von außergewöhnlichen Kurssteigerungen besteht eine Obergrenze.

Die Basiskurse für die Tranchen 2008 und 2009 betrugen 33,72 Euro und 21,78 Euro. Bei der Bemessung der Rückstellung im Jahr der Ausgabe einer solchen Tranche wurde von einer mittleren Zielerreichung ausgegangen; in den Folgejahren wurden die anteiligen Rückstellungen der in den Vorjahren begebenen laufenden Tranchen auf Basis aktueller Zahlen angepasst. Dies führte im Berichtsjahr zu einer Zuführung des Aufwands von 3,0 Mio. Euro. Die Rückstellung für sämtliche noch laufenden Tranchen aus diesem mit Wirkung für 2009 beendeten Programm beträgt zum 31. Dezember 2010 3,4 Mio. Euro (Vorjahr: 0,4 Mio. Euro).