1. Vergütung des Vorstands

In Übereinstimmung mit dem Ziel des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG), die Vergütung des Vorstands im Sinn einer nachhaltigen und auf Langfristigkeit ausgerichteten Unternehmensentwicklung auszugestalten, hat der Aufsichtsrat der Henkel Management AG im Jahr 2010 das Vergütungssystem modifiziert und die bisher schon gegebene nachhaltige Ausrichtung verstärkt.

Das nachfolgend beschriebene Vergütungssystem wurde der Hauptversammlung 2010 der Henkel AG & Co. KGaA vorgelegt und von ihr mit großer Mehrheit gebilligt. Es gilt einheitlich mit Wirkung ab dem Geschäftsjahr 2010 für die Vergütung aller Vorstandsmitglieder, unabhängig von den Laufzeiten der Vorstandsverträge und vormaligen abweichenden Regelungen.

Festlegung, Höhe und Struktur

Die Vergütung für die Mitglieder des Vorstands der Henkel Management AG wird – nach vorheriger Erörterung im Personalausschuss des Gesellschafterausschusses – durch den Aufsichtsrat der Henkel Management AG festgelegt, der mit drei Mitgliedern des Gesellschafterausschusses besetzt ist.

Höhe und Struktur der Vergütung des Vorstands orientieren sich an der Größe und der internationalen Tätigkeit des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage, dem Erfolg und den Zukunftsaussichten sowie der Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung seines Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt. Die Vergütung richtet sich darüber hinaus nach den Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seinen persönlichen Leistungen und der Leistung des Gesamtvorstands. Bei der Ausgestaltung der jährlichen variablen Vergütungsteile wird sowohl positiven als auch negativen Entwicklungen Rechnung getragen. Die Vergütung ist insgesamt so bemessen, dass sie international wettbewerbsfähig ist und Anreiz für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung und die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts in einem dynamischen Umfeld bietet. Der Aufsichtsrat der Henkel Management AG überprüft das Vergütungssystem für den Vorstand regelmäßig.

Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands basiert auf einer sogenannten Zielvergütung (Gesamtvergütung ohne sonstige Bezüge und Pensionszusagen), die sich für ein Vorstandsmitglied bei Erfüllen aller Erfolgsziele zu 100 Prozent (= at target) auf einen Betrag von insgesamt rund 2,1 Mio. Euro für ein Geschäftsjahr beläuft. Von dieser Zielvergütung entfallen rund 30 Prozent auf die feste Vergütung, rund 35 Prozent auf die erfolgsabhängigen kurzfristig ausgerichteten und weitere 35 Prozent auf die erfolgsabhängigen langfristig ausgerichteten Bestandteile.

Vergütungsstruktur

Festvergütung:
30 Prozent

Kurzfristige Komponenten:
35 Prozent

Langfristige Komponenten:
35 Prozent

 

35 Prozentpunkte aus jährlicher variabler Vergütung (Barkomponente)

25 Prozentpunkte aus jährlicher variabler Vergütung (Eigeninvestment in Henkel-Vorzugsaktien)

  

10 Prozentpunkte aus Long Term Incentive

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Neben dieser Zielvergütung bestehen sonstige Bezüge und Pensionszusagen. Im Einzelnen:

Festvergütung

Auf die jährliche erfolgsunabhängige feste Vergütung entfällt ein Anteil von rund 30 Prozent der Zielvergütung. Die erfolgsunabhängige Festvergütung wird in monatlichen Raten ausgezahlt. Sie berücksichtigt die übertragene Funktion und Verantwortung sowie die Marktbedingungen.

Jährliche variable Vergütung

Auf die jährliche variable Vergütung entfällt ein Anteil an der Zielvergütung von insgesamt rund 60 Prozent. Die jährliche variable Vergütung beinhaltet in Höhe von rund 35 Prozent der Zielvergütung eine erfolgsabhängige jahresbezogene Komponente und in Höhe von rund 25 Prozent der Zielvergütung einen langfristigen variablen Bestandteil, der als Eigeninvestment in Henkel-Vorzugsaktien mit einer Mindesthaltefrist von drei Jahren ausgestaltet ist.

Ermittlung der jährlichen variablen Vergütung

Erfolgsparameter der jährlichen variablen Vergütung sind zum überwiegenden Teil die im betreffenden Geschäftsjahr erzielte Rendite auf das eingesetzte Kapital (Return on Capital Employed, abgekürzt ROCE) und das Ergebnis je Vorzugsaktie (Earnings per Share, abgekürzt EPS) – beide jeweils um Sondereinflüsse bereinigt. Zum anderen fließen folgende Faktoren in die Bemessung der jährlichen variablen Vergütung für das jeweilige Vorstandsmitglied ein: das Konzernergebnis sowie das Ergebnis des verantworteten Unternehmensbereichs, die Führung des jeweiligen Unternehmensbereichs sowie die persönliche Leistung des jeweiligen Vorstandsmitglieds.

Abhängig vom Grad der Zielerreichung wird der Zielbetrag mit einem Performance-Faktor belegt. Bei der Festlegung der jährlichen variablen Vergütung wird auch die nach dem Ablauf des Geschäftsjahres erkennbare Nachhaltigkeit des wirtschaftlichen Erfolgs und der Leistung der Vorstände in angemessener Weise durch den Aufsichtsrat der Henkel Management AG berücksichtigt.

Insgesamt wird die jährliche variable Vergütung durch einen Auszahlungs-Cap begrenzt, sodass die Auszahlung zwischen 0 und 250 Prozent des Zielbetrags liegen kann.

Kurzfristige und langfristige Komponenten der jährlichen variablen Vergütung

Die Auszahlung der jährlichen variablen Vergütung erfolgt nachträglich einmal jährlich nach der Feststellung des Jahresabschlusses der Gesellschaft durch die Hauptversammlung. Hierbei wird die jährliche variable Vergütung zu rund 60 Prozent – das entspricht einem Anteil an der Zielvergütung von rund 35 Prozent – in bar ausbezahlt. In Höhe der verbleibenden rund 40 Prozent – das entspricht einem Anteil an der Zielvergütung von rund 25 Prozent – erwerben die Vorstandsmitglieder zu dem zum Erwerbszeitpunkt aktuellen Kurs Henkel-Vorzugsaktien (Eigeninvestment). Diese werden in ein Sperrdepot mit einer dreijährigen Verfügungsbeschränkung eingelegt. Durch das Eigeninvestment ist sichergestellt, dass die Vorstandsmitglieder mit diesem Vergütungsanteil an der langfristigen Entwicklung des Unternehmens teilnehmen.

Damit entfallen rund 35 Prozent der Zielvergütung auf erfolgsabhängige kurzfristig ausgerichtete und – aufgrund des Eigeninvestments und des nachfolgend beschriebenen Long Term Incentive – weitere 35 Prozent auf erfolgsabhängige langfristig ausgerichtete Bestandteile.

Long Term Incentive (LTI)

Das Long Term Incentive, auf das ein Anteil an der Zielvergütung von 10 Prozent entfällt, ist eine variable, auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogene Barvergütung, die von der zukünftigen Steigerung des EPS in einem Zeitraum von drei Jahren (Performance-Zeitraum) abhängt. Zusammen mit dem Eigeninvestment aus der jährlichen variablen Vergütung ergibt sich ein Anteil der erfolgsabhängigen, langfristig ausgerichteten Bestandteile an der Zielvergütung von 35 Prozent.

Nach Ablauf des Performance-Zeitraums wird der Zielerreichungsgrad gemäß der im Performance-Zeitraum erreichten EPS-Steigerung durch den Aufsichtsrat der Henkel Management AG festgestellt. Für die Berechnung der Steigerung ist jeweils das in den uneingeschränkt testierten und gebilligten Konzernabschlüssen der betreffenden Geschäftsjahre ausgewiesene – um Sondereinflüsse bereinigte – Ergebnis je Vorzugsaktie maßgebend.

Abhängig von der durch den Aufsichtsrat der Henkel Management AG festgestellten Zielerreichung wird der Zielbetrag mit einem Performance-Faktor belegt. Insgesamt wird das Long Term Incentive durch einen Auszahlungs-Cap begrenzt, so dass die Auszahlung zwischen 0 und 250 Prozent des Zielbetrags liegen kann.

Pensionszusagen

Das Ruhegehalt derjenigen Vorstandsmitglieder, die bereits vor dem 1. Januar 2005 der damaligen Geschäftsführung (der Henkel KGaA) angehörten, errechnet sich aus einem bestimmten Prozentsatz der zuletzt gezahlten Festvergütung („Defined Benefit“). Für diese Vorstandsmitglieder gilt grundsätzlich ein Prozentsatz von 60 Prozent der Festvergütung, der im Fall der Pensionierung nach Vollendung des 62. Lebensjahres erreicht wird. Der für jedes Vorstandsmitglied individuell zu bestimmende tatsächliche Prozentsatz setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: zum einen aus dem sogenannten Sockelprozentsatz, der sich aus den bis zum Eintritt in den Vorstand beziehungsweise die Geschäftsführung erdienten Pensionsanwartschaften im Unternehmen ergibt; zum anderen aus einer jährlichen prozentualen Erhöhung des Sockelprozentsatzes für jedes Jahr der Zugehörigkeit zur Geschäftsführung beziehungsweise zum Vorstand.

Zum 1. Januar 2005 haben wir die Pensionszusagen für neu bestellte Vorstandsmitglieder auf ein beitragsorientiertes Pensionssystem („Defined Contribution“) umgestellt. Hierbei erhalten die Mitglieder im Versorgungsfall ein Alterskapital in Form einer Einmalzahlung sowie eine laufende Basispension. Das Alterskapital setzt sich aus der Summe der jährlichen Zuführungen zusammen, die sich aus einem bestimmten – für alle Mitglieder gleichen – Prozentsatz der Zielvergütung ergeben. Hierbei nimmt der jährliche Zuführungsbetrag in einem gewissen Umfang an der Entwicklung der aktuell in dem betreffenden Geschäftsjahr ausgezahlten Gesamt-Barvergütung teil. Etwaige bereits vor Bestellung im Unternehmen erdiente Pensionsanwartschaften werden in Form eines Pensionsstartbausteins berücksichtigt. Das beitragsorientierte Pensionssystem gewährleistet eine angemessene und auch leistungsorientierte Altersversorgung.

Sofern ein Vorstandsmitglied zum Zeitpunkt seines Todes noch keine Versorgungsleistungen bezogen hat, wird das bis dahin angesparte Alterskapital an die Witwe beziehungsweise an seine Waisen ausgezahlt. Darüber hinaus erhält seine Witwe Pensionszahlungen in Höhe von 60 Prozent und jedes unterhaltsberechtigte Kind Pensionszahlungen in Höhe von 15 Prozent – insgesamt jedoch maximal 100 Prozent für alle Versorgungsberechtigten – der dem Vorstandsmitglied zustehenden Pension. Die Waisenpension wird in der Regel bis zum 18. Lebensjahr beziehungsweise bis zur Beendigung der Berufsausbildung, längstens jedoch bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres gezahlt.

Sonstige Bezüge

Darüber hinaus werden den Vorstandsmitgliedern Sonstige Bezüge gewährt, die im Wesentlichen marktübliche Versicherungsleistungen sowie die Bereitstellung eines Dienstwagens umfassen.

Sonstige Regelungen

Die Mitglieder des Vorstands, deren Anstellungsverträge vor 2009 abgeschlossen wurden, haben nach ihrem Ausscheiden aus dem Vorstand infolge Pensionierung sechs Monate lang Anspruch auf Fortzahlung ihrer Festvergütung, nicht jedoch über die Vollendung des 65. Lebensjahres hinaus.

Die Vorstandsverträge sehen für den Fall, dass ohne wichtigen Grund die Vorstandstätigkeit vorzeitig beendet wird, eine Abfindung in Höhe der Vergütung für die verbleibende Vertragslaufzeit als abgezinste Einmalzahlung vor. Hierbei ist die Abfindung für seit der Hauptversammlung 2008 neu abgeschlossene beziehungsweise für einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren verlängerte Anstellungsverträge auf zwei Jahresvergütungen beschränkt (Abfindungs-Cap). Darüber hinaus enthalten die Vorstandsverträge ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot mit einer Laufzeit von bis zu zwei Jahren. Die Karenzentschädigung beläuft sich auf 50 Prozent der Jahresbezüge; eventuelle Abfindungen werden angerechnet. Zusagen für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit aus Anlass eines Kontrollwechsels („change in control“) bestehen nicht.

Die Gesellschaft unterhält eine Vermögensschaden-Haftpflicht-Gruppenversicherung für Organmitglieder und Mitarbeiter des Henkel-Konzerns (D&O-Versicherung), in die auch die Mitglieder des Vorstands einbezogen werden. Für die Mitglieder des Vorstands ist ein Selbstbehalt in Höhe von 10 Prozent je Schadensfall vorgesehen, innerhalb eines Geschäftsjahres jedoch höchstens in Höhe des Eineinhalbfachen der jährlichen Festvergütung.

Vergütung für das Jahr 2010

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben bei der Henkel AG & Co. KGaA und deren Tochtergesellschaften belaufen sich für das Berichtsjahr – einschließlich der Ansparrückstellung für das Sonderincentive 2012 und Kompensationszahlungen – auf 18.297 T Euro (Vorjahr: 10.357 T Euro). Hierbei entfallen von den für 2010 ausbezahlten Gesamtbarbezügen in Höhe von insgesamt 13.866 T Euro (Vorjahr: 9.651 T Euro) 3.531 T Euro auf die Festvergütung (Vorjahr: 3.531 T Euro), 10.203 T Euro auf das Short Term Incentive (Vorjahr: 5.953 T Euro) und 132 T Euro auf die Sonstigen Bezüge (Vorjahr: 167 T Euro). In die Gesamtbezüge ist zudem das für 2010 gewährte Long Term Incentive einbezogen, das – abhängig vom Erreichen der Erfolgsziele – erst im Jahr 2013 zur Auszahlung kommt. Nach den gesetzlichen Vorgaben ist hierbei bereits für das Jahr der Gewährung ein Wert auszuweisen. Für die Ermittlung dieses Werts wurde eine „at target“-Zielerreichung zugrunde gelegt, das heißt eine Steigerung des EPS im Performance-Zeitraum um 30 Prozent, sodass sich ein angenommener Betrag von 963 T Euro (Vorjahr: 706 T Euro) ergibt.

Die Bezüge der einzelnen Mitglieder des Vorstands für das Berichtsjahr, aufgeteilt nach vorgenannten Komponenten, ergeben sich aus der untenstehenden Tabelle.

Vergütung des Vorstands1)

Ausweis in Tausend Euro

Bestandteile Gesamtbarbezüge




  

Fest-
vergütung

Variable
Jahres-vergütung

Sonstige
Bezüge

Gesamt-barbezüge

Wert Long

Term Incentive2)

Gesamt-

bezüge

Kasper Rorsted3)

2010

963,0

2.834,4

42,1

3.839,5

321,0

4.160,5

 

2009

963,0

1.658,1

25,9

2.647,0

189,7

2.836,7

Thomas Geitner4)

2010

642,0

1.819,6

19,1

2.480,7

2.480,7

(bis 31.12.2010)

2009

642,0

1.068,8

25,2

1.736,0

1.736,0

Dr. Friedrich Stara5)

2010

642,0

1.849,6

21,3

2.512,9

214,0

2.726,9

 

2009

642,0

1.068,8

18,9

1.729,7

137,0

1.866,7

Dr. Lothar Steinebach

2010

642,0

1.849,6

25,8

2.517,4

214,0

2.731,4

 

2009

642,0

1.088,8

23,4

1.754,2

189,7

1.943,9

Hans Van Bylen3)

2010

642,0

1.849,6

23,9

2.515,5

214,0

2.729,5

 

2009

642,0

1.068,8

73,1

1.783,9

189,7

1.973,6

Gesamt

2010

3.531,0

10.202,8

132,2

13.866,0

963,0

14.829,0

Gesamt

2009

3.531,0

5.953,3

166,5

9.650,8

706,1

10.356,9


1) Bruno Piacenza und Jan-Dirk Auris sind mit Wirkung vom 1. Januar 2011 zu Mitgliedern des Vorstands bestellt worden; sie haben im Berichtsjahr 2010 keine Zahlungen mit Bezug auf ihre künftige Tätigkeit als Vorstandsmitglieder erhalten.

2) Auszahlung LTI für 2010 im Jahr 2013; diese Werte werden nur dann erreicht, wenn das EPS im Performance-Zeitraum um 30 Prozent steigt.

3) Zusätzlich zu den vorstehend angegebenen und für die Tätigkeit im Geschäftsjahr gewährten Bezügen wurden zur teilweisen Kompensation der durch die Umstellung des Vergütungssystems bedingten Eingriffe in die Vergütungsstruktur folgende einmalige Zahlungen geleistet:
Kasper Rorsted 380 T Euro, Hans Van Bylen 241 T Euro.
4) LTI für 2009 und 2010 bei Thomas Geitner Bestandteil der Abfindung.

5) LTI für 2009 bei Dr. Friedrich Stara bis zur regulären Pensionierung Ende Februar 2011 berücksichtigt.

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Struktur der Vorstandsvergütung

Ausweis in Tausend Euro

   

Langfristige
Vergütungsbestandteile

   
   

Fest-
vergütung

Kurzfristige
Komponente der
variablen
Jahresvergütung

Langfristige
Komponente der
variablen
Jahresvergütung

Long Term Incentive

Sonstige Bezüge

Gesamt-

bezüge

Gesamt

2010

3.531,0

6.121,6

4.081,2

963,0

132,2

14.829,0

   

23,8 %

41,2 %

27,6 %

6,5 %

0,9 %

100,0 %

Gesamt

2009

3.531,0

5.953,3

706,1

166,5

10.356,9

   

34,1 %

57,5 %

6,8 %

1,6 %

100,0 %

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Dr. Friedrich Stara, der wie vorgesehen Ende Februar 2011 aus dem Unternehmen ausscheidet, ist gemäß dem mit ihm abgeschlossenen Anstellungsvertrag noch an ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot für eine Laufzeit von 16 Monaten, beginnend ab dem 1. März 2011, gebunden. Die Karenzentschädigung hierfür beträgt monatlich rund 104 T Euro brutto. Pensionsleistungen erfolgen erst nach Ablauf des Wettbewerbsverbots.

Thomas Geitner ist mit Wirkung zum 31. Dezember 2010 aus dem Vorstand ausgeschieden. Im Zusammenhang mit der entsprechenden Beendigung seines Anstellungsverhältnisses erhielt Thomas Geitner eine Abfindung in Höhe etwa einer Jahresvergütung unter Berücksichtigung der hierauf entfallenden Zuführungen zum Alterskapital. Zugleich wurden sämtliche Ansprüche aus LTI-Programmen abgegolten, sodass sich insgesamt ein Abfindungsbetrag von 4,9 Mio. Euro ergibt.

Im Übrigen wurden im Berichtsjahr keinem Vorstandsmitglied seitens der Gesellschaft anderweitige Leistungen für den Fall der vorzeitigen Beendigung seiner Tätigkeit zugesagt oder solche Zusagen geändert. Auch wurden keinem Vorstandsmitglied im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied Leistungen von Dritten zugesagt oder im Berichtsjahr gewährt.

Sonderincentive 2012

Zur Untermauerung der strategischen Prioritäten und der in diesem Zusammenhang ausgelobten anspruchsvollen Finanzziele 2012 hat der Aufsichtsrat der Henkel Management AG in Übereinstimmung mit den Empfehlungen des Personalausschusses des Gesellschafterausschusses die Gewährung einer in bar auszuzahlenden Zusatzvergütung an die Vorstände beschlossen. Diese kommt unter der Bedingung zur Auszahlung, dass 2012 eine bereinigte Umsatzrendite von mindestens 14 Prozent erreicht wird („Sonderincentive 2012“). Maßgebend für das Erreichen der Schwellenwerte ist jeweils die in den uneingeschränkt testierten und gebilligten Konzernabschlüssen ausgewiesene, um Sondereinflüsse bereinigte Umsatzrendite. Das Volumen des „Sonderincentive 2012“ beträgt 50 Prozent der sich ergebenden jährlichen variablen Vergütung für 2012.

Das Sonderincentive wird wie folgt ausgezahlt: Vorbehaltlich des Erreichens einer bereinigten Umsatzrendite von mindestens 14 Prozent im Jahr 2012 wird das Sonderincentive zu 60 Prozent nach der Hauptversammlung 2013 ausgezahlt. Die verbleibenden 40 Prozent werden nach der Hauptversammlung im Jahr 2014 ausgezahlt, sofern im Jahr 2013 eine bereinigte Umsatzrendite von mindestens 13,8 Prozent erreicht wird. Durch diese gestaffelte Auszahlung wird dem Aspekt der Nachhaltigkeit angemessen Rechnung getragen.

Das Sonderincentive ist bereits für das Jahr der Zusage wertmäßig auszuweisen. Da es sich um einen aufschiebend bedingten Zahlungsanspruch handelt, wurde auf Basis eines angenommenen und aus der Unternehmensplanung abgeleiteten Werts für das „Sonderincentive 2012“ eine Ansparrückstellung gebildet, die in den Folgejahren fortgeschrieben wird. Die auf Basis der derzeitigen Einschätzungen über den Unternehmenserfolg in den Jahren 2011 und 2012 für die bezugsberechtigten Vorstandsmitglieder gebildeten Ansparrückstellungen sind in der nachfolgenden Tabelle aufgeführt:

Sonderincentive 2012

Ausweis in Tausend Euro

Ansparrückstellung 2010

Kasper Rorsted

1.098

Dr. Friedrich Stara1)

285

Dr. Lothar Steinebach

732

Hans Van Bylen

732

Gesamt

2.847


1) Zugehörigkeit zum Vorstand bis 28.2.2011 berücksichtigt.

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Pensionsleistungen

Die den einzelnen Mitgliedern des Vorstands und der ehemaligen Geschäftsführung der Henkel KGaA zum Bilanzstichtag zugesagten Pensionsleistungen beziehungsweise Zuführungen zur Altersversorgung im Jahr 2010 zeigen die nachfolgenden Tabellen. 

Defined Benefit

Ausweis in Euro

Ruhegehalt p.a. bei Eintritt
des Pensionsfalls zum Bilanzstichtag

Veränderung Pensionsrück-
stellungen im Jahr 2010

Dr. Lothar Steinebach

391.620

232.363

Defined Contribution

Ausweis in Euro

Alterskapital

Basispension

 

Alterskapital
insgesamt

Zuführung zum
Alterskapital für 2010

Basispension

insgesamt (p.a.)

Zuführung zur Basispension für 2010

Kasper Rorsted

1.946.655,00

460.462,50

1.504,34

230,69

Dr. Friedrich Stara

1.474.920,00

296.595,00

744,88

120,53

Hans Van Bylen

1.472.264,10

296.595,00

1.358,85

219,31

Thomas Geitner

657.637,50

296.595,00

511,48

162,14

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Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Mitgliedern des Vorstands und der Geschäftsführung der Henkel KGaA und den ehemaligen Geschäftsführern der Rechtsvorgängerin und deren Hinterbliebenen sind 78.759 T Euro (Vorjahr: 78.612 T Euro) zurückgestellt. Die Gesamtbezüge dieses Personenkreises betrugen im Berichtsjahr 6.430 T Euro (Vorjahr: 6.311 T Euro).