Finanzierung

Die finanzielle Steuerung des Konzerns erfolgt zentral durch die Henkel AG & Co. KGaA. Finanzmittel werden in der Regel zentral beschafft und konzernintern verteilt. Wir verfolgen eine konservative und auf Flexibilität ausgerichtete Verschuldungspolitik mit einem ausgewogen gestalteten Finanzierungsportfolio. Die Sicherung der Liquidität und der Kreditwürdigkeit des Konzerns sowie die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts sind die wichtigsten Ziele des Finanzmanagements. Dabei stimmen wir Kapitalbedarf und Kapitalbeschaffung so aufeinander ab, dass den Erfordernissen an Ertrag, Liquidität, Sicherheit und Unabhängigkeit ausgewogen Rechnung getragen wird. Den nicht für Investitionen, Dividenden und Zinsausgaben benötigten Cashflow verwenden wir zur Rückführung der Nettoverschuldung, zur Dotierung des Pensionsvermögens sowie zur Finanzierung von Akquisitionen. Den kurzfristigen Finanzierungsbedarf decken wir vor allem über Commercial Paper und Bankdarlehen. Das Multi-Currency-Commercial-Paper-Programm ist zusätzlich durch eine syndizierte Kreditfazilität abgesichert. Die ausstehenden Anleihen dienen der Deckung langfristiger Finanzierungserfordernisse.

Unsere Kreditwürdigkeit wird regelmäßig von den beiden Ratingagenturen Standard & Poor’s und Moody’s überprüft. Sowohl Standard & Poor’s als auch Moody’s stufen Henkel derzeit mit „A–/A–2“ (S&P) und „A3/P2“ (Moody’s) im bestmöglichen, dem Investment-Grade-Segment ein. Wir streben eine Heraufstufung unseres langfristigen Kredit-Ratings um eine Stufe auf „A flat“ (Standard & Poor’s) und „A2“ (Moody’s) an.

Kredit-Ratings
 

Standard & Poor’s

Moody’s

Langfristig

A–

A3

Ausblick

stabil

stabil

Kurzfristig

A–2

P2


Stand: 31.12.2010.

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Zum 31. Dezember 2010 betrugen unsere Langfristigen Finanzschulden 3.570 Mio. Euro. Darin enthalten sind die im November 2005 begebene Hybrid-Anleihe mit einem Nennwert von 1,3 Mrd. Euro und die im Mai 2003 sowie März 2009 emittierten Festzins-Anleihen mit jeweils 1,0 Mrd. Euro. Die Kurzfristigen – das heißt mit einer Laufzeit unter zwölf Monaten ausgestatteten – Finanzschulden betrugen zum Bilanzstichtag 536 Mio. Euro. Dabei handelt es sich um verzinsliche Darlehen und Kredite von Banken.

Den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit haben wir zur Rückzahlung von Kurzfristigen Finanzschulden und zum Aufbau von Flüssigen Mitteln verwendet. Insgesamt wurde somit die Nettoverschuldung reduziert. Die Hybrid-Anleihe wird von Standard & Poor’s zu 50 Prozent und von Moody’s nach Änderung der Bewertungsmethode ebenfalls zu 50 Prozent als Eigenkapital angerechnet. Die Anrechnung entlastet die ratingspezifischen Verschuldungskennziffern des Konzerns (siehe Tabelle Finanzkennzahlen).

Weitere Informationen zur finanziellen Steuerung und zu den Finanzinstrumenten finden Sie im Konzernanhang unter den Textziffern 30 und 31.

Das finanzielle Risikomanagement von Henkel wird im Risikobericht ausführlich erläutert.